Erkältet –
und Bluthochdruck?
Husten, Schnupfen oder Kopfschmerzen: Bei einer Erkältung greifen viele zu rezeptfreien Arzneimitteln. Wer Bluthochdruck hat, sollte genauer hinsehen. Denn manche Wirkstoffe können den Blutdruck beeinflussen oder sich mit ihren Medikamenten nicht gut vertragen.
Vorsicht ist bei Kombinationspräparaten geboten. Sie enthalten mehrere Wirkstoffe gegen unterschiedliche Beschwerden. So können Bestandteile eingenommen werden, die bei Bluthochdruck nicht geeignet sind – obwohl beispielsweise nur die verstopfte Nase behandelt werden soll.
Ein Beispiel ist Pseudoephedrin. Der Wirkstoff lässt die Nasenschleimhaut abschwellen, kann aber die Blutgefäße verengen und den Blutdruck erhöhen. Bei schwerem oder nicht ausreichend eingestelltem Bluthochdruck darf er nicht angewendet werden.
Auch bei Schmerz- und Fiebermitteln lohnt sich eine Beratung. Wirkstoffe wie Ibuprofen können den Blutdruck beeinflussen und mit bestimmten Blutdruckmedikamenten wechselwirken. Entscheidend sind die persönliche Situation, weitere Erkrankungen und eingenommene Arzneimittel. Oft genügt es, einzelne Beschwerden gezielt zu behandeln – zum Beispiel mit einem entsprechenden Einzelpräparat.
Falls Sie das Gefühl haben, dass Ihr Blutdruckmittel während der Erkältung oder bei Fieber stärker oder schwächer wirkt als sonst, sprechen Sie bitte umgehend mit Ihrem Arzt. So können Ihre Medikamente optimal aufeinander abgestimmt werden.